Tipps und Möglichkeiten für deutsche Unternehmen

Finanzierung durch Förderprogramme

Aktualisierung: 23.06.2021

Sie planen neue Investitionen und die Anschaffung eines Mimaki-Digitaldruckers ist dringend erforderlich? In Deutschland gibt es über 1.500 Programme von Fördermitteln, die von der Europäischen Kommission, dem Bund, den Bundesländern und auch von privaten Organisationen bzw. Stiftungen finanziert werden. Aus diesem Komplex stellen wir Ihnen drei Möglichkeiten vor, mit dem Fokus auf Investition, Digitalisierung und Forschung & Entwicklung.

Was Sie als Antragsteller wissen sollen:

  • Es handelt sich immer um eine Projektförderung (wann, wie lang, welche Kosten, etc.)
  • Anträge müssen IMMER vor Projektstart gestellt und auch bewilligt werden
  • Art der förderfähigen Kosten sollte geprüft werden. (bei Investitionskosten überprüfen, ob Gesamtsumme oder Abschreibung)
  • Wer ist antragsberechtigt (KMU, Großunternehmen, …)
  • Zuschuss bedeutet auch Eigenanteil
  • Kosten müssen immer vorverauslagt werden
  • Der Förderantrag soll knappe, aber vollständige Informationen über das Projekt, den Zeitplan, Ausgaben/Einnahmen sowie Art und Höhe der gewünschten Unterstützung enthalten und überzeugend sein.

Förderperiode:

  • Europäische Kommission stellt über verschiedene Fondsmittel für die Mitgliedsstaaten bereit
  • EFRE = Fond für regionale Entwicklung; kofinanziert Investitionsförderprogramme
  • Förderperiode i.d.R. immer 7 Jahre (aktuell: 2021 – 2027)
  • Generell gilt die Förderkondition des Antragsdatums
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Option 1: Investitionsförderung der Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW)

  • GRW-Förderung durch EFRE kofinanziert – die Antragsstellung wurde bis 31. Dezember 2021 verlängert (ab 2022: neue Richtlinie; wird im Frühjahr 2022 vorgestellt)
  • Ob und wenn ja in welcher Höhe abhängig vom Investitionsstandort und der Unternehmensgröße
  • Zuschüsse für Investitionen in Maschinen, Anlagen, Gebäude, etc. (alle Investitionskosten einer Maßnahme)
  • Förderhöchstsatz bei kleinen Unternehmen bis zu 50 % und bei mittleren Unternehmen bis zu 40 %
  • Voraussetzung: Schaffung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen (bis 5 Jahre nach Projektende)
  • Wichtig! Überregionaler Absatz (> 50 % Umsatzanteil bei > 50 km)
  • Nicht verfügbar in wirtschaftsstarken Regionen (siehe GRW-Fördergebiete; grau nichtzutreffend)

Auswahl äquivalenter Förderungen:

Option 2: Digitalisierungsförderung durch “Digital Jetzt”

  • Bundesweites Förderprogramm gültig bis Ende 2023
  • Die Registrierung ist derzeit dauerhaft geöffnet. Per Zufallsverfahren werden zu einem festgelegten Datum bis zur Erschöpfung der monatlich verfügbaren Haushaltsmittel Registrierungen ausgelost. Alle ausgelosten Registierungen können dann einen Antrag im Förderportal vorbereiten und einreichen.
  • KMU und Unternehmen (3 – 500 Mitarbeiter) antragsberechtigt.
  • Förderfähig:
  1. Investitionen in digitale Technologien
  2. Investitionen in die Qualifizierung der Beschäftigten zu Digitalthemen
  • Unter digitale Technologie fallen: Hard- und Software, welche die interne und externe Vernetzung der Unternehmen fördern unter Beachtung verschiedener Aspekte wie bspw. datengetriebener Geschäftsmodelle, künstliche Intelligenz, Cloud-Anwendungen, Big-Data, Einsatz von Hardware (bspw. 3D-Druck) sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.
  • Von der Förderung ausgeschlossen: Ersatz- oder Routineinvestitionen (z.B. zusätzliche Computer für neue Mitarbeiter), Up-Dates von Software ohne grundlegende neue Funktionen, erstmalige IKT-Grundausstattung.
  • Fördersatz: 30 – 50 % je nach Firmengröße und Antragsdatum (Quote sinkt ab Juli 2021)

Auswahl äquivalenter Förderungen:

Option 3: Förderprogramme für Forschung & Entwicklung (Innovationsförderung)

  • Innovationsförderung setzt immer voraus, dass mit den F&E-Tätigkeiten Ziele erreicht werden, die über den Stand der Technik hinausgehen und mit technischen Risiken behaftet sind.
  • Förderfähig sind i.d.R. alle mit dem Projekt in Verbindung stehenden Kosten (primär Personalkosten, Materialkosten, Investitionskosten → nur über Abschreibung! Aber auch Kosten für Miete).
  • Diverse Programme auf Bundes- als auch auf Landesebene (themenoffen / themenspezifisch, laufende Antragstellung möglich / Deadline-gebunden), i.d.R. auch nur KMU begünstigt.
  • Eine Auswahl der Innovationsförderungen:
  1. Umweltinnovationsprogramm (bundesweit) (Hier finden Sie Fallbeispiele von erfolgreichen Projekten mit Digitaldruck.)
  2. KMU-innovativ (bundesweit)

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Das Webinar “Fördermittellandschaft in Deutschland – ein Überblick” von Mimaki Deutschland und PNO Consultants (stattgefunden am 10.11.2020) können Sie hier ansehen:

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